Gut vorbereitet zum Ausbildungsstart

Fulda, 22.04.2017

Mirko Müller, Kundenberater in der Regionalfiliale Neuhof der VR Genossenschaftsbank Fulda eG

Jetzt geht es in die heiße Phase. Die Prüfungsvorbereitungen beginnen, erste Prüfungen sind geschrieben und andere Prüfungen stehen noch bevor. Doch was geschieht danach? Als Schulabgänger muss eine Entscheidung getroffen werden, wie es weitergehen soll. Besucht man eine weiterführende Schule, geht zum Studium oder ist doch eine Ausbildung das Richtige?

Vor allem beim Ausbildungsstart gibt es einige wichtige Themen zu beachten.
Das Girokonto ist die Grundlage, um die erste Lohn- bzw. Gehaltszahlung des Arbeitgebers zu erhalten. Bei den meisten Banken und Sparkassen gibt es spezielle Angebote für Auszubildende, die unter anderem ein Girokonto mit kostenloser Kontoführung anbieten und eine kostenlose Bankkarte beinhalten. Um auch außerhalb der Öffnungszeiten seine Bankgeschäfte erledigen zu können, ist das Online Banking sehr vorteilhaft. Damit man auch unterwegs immer auf dem neusten Stand ist, was die eigenen Finanzen angeht, wurde die Banking App entwickelt. Einfach auf das Smartphone oder Tablet installieren und überall top informiert sein. Wird zusätzlich der Kontoweckruf genutzt, kommt sofort eine Mitteilung, wenn das Ausbildungsgehalt auf dem Girokonto eingeht.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Absicherung der eigenen Arbeitskraft. Genau wie man beispielsweise sein Smartphone gegen Schäden versichert, kann man mit Hilfe der Berufsunfähigkeitsversicherung auch die eigene Arbeitskraft versichern. Mit der BU-Versicherung kann man eine dauerhafte krankheits-, unfall- oder invaliditätsbedingte Unfähigkeit der Berufsausübung absichern. Empfehlenswert ist eine frühzeitige Absicherung, da junge Menschen im Durchschnitt keine oder kaum körperliche Leiden haben und zum anderen die Beiträge in jungen Jahren geringer sind. Tipp: Für risikobehaftete Berufe im Handwerk und in der Pflege ist der Abschluss als Schüler günstiger. Also am besten gleich bei der Bank nachfragen!

Als letzten Baustein für einen gut vorbereiteten Ausbildungsstart, ist es ratsam, sich über die staatlichen Förderungen genauer zu informieren. Als Arbeitnehmer profitiert man von vermögenswirksamen Leistungen (VL), die der Arbeitgeber beim Sparen oft dazuzahlt. Außerdem belohnt der Staat VL-Sparer mit der Arbeitnehmersparzulage. Grundsätzlich können Arbeitnehmer beim geförderten VL-Sparen zwischen Anlagen in Investmentfonds und wohnwirtschaftlichen Anlagen wählen, wie zum Beispiel einem Bausparvertrag oder man kann die Sparleistungen auch auf beide Anlageformen aufteilen. Vermögenswirksame Leistungen in einem Aktienfonds fördert der Staat mit maximal 20 Prozent der eingezahlten Beträge, sofern diese 400 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen. Zahlt der Arbeitnehmer vermögenswirksame Leistungen in einen Bausparvertrag ein, kann er sich bis maximal 9 Prozent der eingezahlten Beiträge an Förderung sichern, soweit diese 470 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen. Ob dabei der Arbeitgeber den Betrag zusätzlich zum Lohn gewährt oder ob die Zahlungen freiwillig aus dem Nettogehalt zu leisten sind, macht für die staatliche Förderung keinen Unterschied. Voraussetzung ist nur, dass der Arbeitgeber die Überweisung veranlasst.

Für die staatlichen Zuschüsse wie Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie gelten folgende Bestimmungen: Einkommensgrenze bei Investmentfonds für Alleinstehende bis 20.000 Euro, Verheiratete bis 40.000 Euro, Einkommensgrenze bei Bausparen für Alleinstehende bis 17.900 Euro, Verheiratete bis 35.800 Euro.

Als Ausbildungsstarter kann man auch heute schon fürs Alter vorsorgen. Hier bietet sich ebenfalls eine staatlich geförderte Altersvorsorge, die Riesterförderung an. Welche Anlage- bzw. Sparform für wen das Richtige ist, klärt man am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch mit seinem Bankberater.

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