Gut vorbereitet zum Ausbildungsstart

Fulda, 21.04.2018

Marius Diel, Kundenberater in der Regionalfiliale Neuhof der VR Genossenschaftsbank Fulda eG

Nun beginnt die heiße Phase. Egal ob aktuell Prüfungsvorbereitungen den Tagesablauf bestimmen, erste Prüfungen geschrieben sind oder andere Prüfungen bevor stehen – eine wichtige Frage stellt sich jedem Schulabgänger. Besucht man eine weiterführende Schule, geht es zum Studium oder ist eine Ausbildung das Richtige?

Vor allem beim Ausbildungsstart gibt es einige wichtige Themen zu beachten.

Das Girokonto ist die Grundlage, um die erste Lohn- bzw. Gehaltszahlung des Arbeitgebers zu erhalten. Die meisten Banken und Sparkassen bieten spezielle Angebote für Auszubildende, die ein Girokonto mit kostenloser Kontoführung und einer kostenlosen Bankkarte beinhalten. Um auch außerhalb der Öffnungszeiten seine Bankgeschäfte erledigen zu können, ist das Online-Banking sehr vorteilhaft. Damit man auch unterwegs immer auf dem neuesten Stand ist, was die eigenen Finanzen angeht, wurde die Banking-App entwickelt. Einfach auf das Smartphone oder Tablet installieren und überall top informiert sein. Auch kann man bei einigen Banken ein Teil seines Gehaltes über Online-Banking in Gutscheine regionaler und nationaler Händler umwandeln lassen und dabei bis zu 15 Prozent sparen.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Absicherung der eigenen Arbeitskraft. Genau wie man beispielsweise sein Smartphone gegen Schäden versichert, kann man mit Hilfe der Berufsunfähigkeitsversicherung auch die eigene Arbeitskraft versichern. Mit der BU-Versicherung kann man eine dauerhafte krankheits-, unfall- oder invaliditätsbedingte Unfähigkeit der Berufsausübung absichern. Empfehlenswert ist eine frühzeitige Absicherung, da junge Menschen im Durchschnitt keine oder kaum körperliche Leiden haben und zum anderen die Beiträge in jungen Jahren geringer sind.
Tipp: Für risikobehaftete Berufe im Handwerk und in der Pflege ist der Abschluss als Schüler günstiger. Also am besten gleich bei der Bank nachfragen!

Zudem ist es als Ausbildungsstarter ratsam, sich über die staatlichen Förderungen genauer zu informieren. Als Arbeitnehmer profitiert man von vermögenswirksamen Leistungen (VL), die der Arbeitgeber beim Sparen oft dazuzahlt. Außerdem belohnt der Staat VL-Sparer mit der Arbeitnehmersparzulage. Arbeitnehmer können beim geförderten VL-Sparen zwischen Anlagen in Investmentfonds und Bausparen wählen. Vermögenswirksame Leistungen in einem Aktienfonds fördert der Staat mit bis zu 80,00 Euro p.a.. Zahlt der Arbeitnehmer vermögenswirksame Leistungen in einen Bausparvertrag ein, kann er sich bis zu 42,30 Euro Prämie p.a. sichern. Ob dabei der Arbeitgeber den Betrag zusätzlich zum Lohn gewährt oder ob die Zahlungen freiwillig aus dem Nettogehalt zu leisten sind, macht für die staatliche Förderung keinen Unterschied. Voraussetzung ist nur, dass der Arbeitgeber die Überweisung veranlasst. Der Staat leistet zudem nochmals bis zu 45,06 Euro p.a. Wohnungsbauprämie für eigene Einzahlungen vom Girokonto auf den Bausparvertrag. Für die staatlichen Zuschüsse gelten folgende Bestimmungen für Alleinstehende: Einkommensgrenze für die Arbeitnehmersparzulage bei Investmentfonds bis 20.000 Euro, Einkommensgrenze für die Arbeitnehmersparzulage bei Bausparen bis 17.900 Euro und für die Wohnungsbauprämie bei Bausparen bis 25.600,00 Euro. Bei Verheirateten gelten jeweils die doppelten Einkommensgrenzen.

Als Ausbildungsstarter kann man auch heute schon fürs Alter vorsorgen. Hier bietet sich ebenfalls eine staatlich geförderte Altersvorsorge, die Riesterförderung an. Die Grundzulage liegt hier bei 175 Euro jährlich und speziell für Berufseinsteiger unter 25 Jahre gibt es einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro. Welche Anlage- bzw. Sparform für wen das Richtige ist, klärt man am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch mit seinem Bankberater.

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