Energieeinsparverordnung (EnEV) – seien Sie vorbereitet!

Fulda, 10.09.2016

Autor: Patrick Jacobi, 28 Jahre, Mitarbeiter im Bereich Vertriebsunterstützung/Marketing der VR Genossenschaftsbank Fulda eG

In der Europäischen Union (EU) entfallen ca. 40 % des Gesamtenergieverbrauchs auf den Gebäudesektor.
Daher hat die Reduzierung des Energieverbrauchs in diesem Bereich oberste Priorität. Spätestens ab dem 01. Januar 2021 müssen alle neuen Häuser einem Niedrigstenergiegebäude entsprechen, d. h. alle Neubauten müssen nahezu energieautark sein.

Bereits zu Beginn des Jahres trat die zweite Stufeder Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. So verschärften sich die Anforderungen für Neubauten, bei denen der Bauantrag oder die Bauanzeige ab dem 01. Januar 2016 eingereicht wurde, an den Primärenergiebedarf um 25 %. Gleichzeitig kamen gebäudetypenabhängige Anforderungen an die energetischen Bauteilequalitäten zum Tragen. Diese neuen Vorschriften führen weiterhin zu steigenden Kosten im Neubaubereich. Sollten die Zinsen zudem in den nächsten Jahren wieder ansteigen, erhöht sich der Finanzierungsbedarf unter Umständen erheblich.

Aber auch für Wohnungseigentümer kam es zu weiteren Veränderungen. Beim Energieausweis werden zusätzlich zu der bisherigen Skaleneinteilung, die durch einen Farbverlauf von grün nach rot angezeigt wird, seit diesem Jahr je nach Endenergiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes die Gebäudeeffizienzklassen auf Grundlage der Endenergie von A+ bis H angegeben.

Zudem sind mit der EnEV 2016 bei Vermietung und Verkauf von Immobilien, Angaben zu energetischen Kennwerten (Endenergiebedarf oder -verbrauch, Effizienzklasse, Energieträger etc.) in Immobilienanzeigen Pflicht. Bei Besichtigungsterminen muss der Energieausweis zudem vorgelegt und zu Vertragsabschluss übergeben werden.

Folglich wird das Thema „Energieverbrauch“ immer transparenter und vergleichbarer für die Interessenten. Dies sollte nach und nach zu einer Sensibilisierung der Kunden und letztendlichen Preisdifferenzierung der Kaltmieten und Verkaufserlöse führen. Somit ist jede Modernisierungsmaßnahme auch gleichzeitig ein Schritt den Wert der Immobilie bzw. den Mietwert zu sichern und möglichst zu steigern.

Wir empfehlen auch allen Eigentümern, die vermeintlich nicht direkt von der neuen EnEV betroffen sind, sich bereits jetzt eine Gebäudezustandsbewertung für ihre Immobilie einzuholen und dann einen ganz gezielten Investitionsplan aufzustellen. Dieser gibt finanzielle Planungssicherheit und man schützt sich gleichzeitig vor kurzfristigen Fehlentscheidungen, wenn z. B. die Heizung plötzlich einen Defekt hat, diese daraufhin einfach ersetzt wird, obwohl es langfristig viel sinnvoller gewesen wäre, den Energieträger zu wechseln.

Fazit: Die EnEV geht weiter mit großen Schritten voran – informieren Sie sich bspw. unter www.vrgenobank-fulda.de/EnEV, seien Sie vorbereitet und berücksichtigen Sie dies in Ihren finanziellen Planungen. Lassen Sie sich einfach genossenschaftlich beraten!

Presse-Kontakt