„Vermögensstrukturierung“ bedeutet, sich breiter aufzustellen.

Fulda, 17.02.2018

Ulrich Herold, Finanzberater in der Filiale Ebersburg der VR Genossenschaftsbank Fulda eG

In den letzten Jahren bewegen sich die Zinsen kontinuierlich nach unten. Dieser Trend besteht sowohl bei den langfristigen, als auch bei den mittel- und kurzfristigen Geldanlagen, die inzwischen durch die Zinsentscheidungen der EZB praktisch gar keine Rendite mehr für Anleger abwerfen.

Verdeutlichen lässt sich die dadurch entstandene Problematik am sogenannten Zinseszinseffekt. Wenn man in den 90er-Jahren sein angelegtes Kapital damals noch durch eben diesen Effekt in rund 12 Jahren verdoppeln konnte, benötigt man im heutigen Niedrigzinsumfeld etwa 360 Jahre.

Das bisherige Anlageverhalten in Termin- und Tagesgelder setzt allerdings auf einen funktionierenden Zinseszinseffekt. In der derzeitigen Nullzinsphase stagniert derzeit jedoch das Geldvermögen bei vielen Privatkunden durch diese einseitigen Anlageformen. Kurz gesagt, das gute alte Sparbuch wird immer mehr zum Auslaufmodell.

Berücksichtigt man die Inflation, dann stellen sich in der aktuellen Zinssituation sogar reale Wertverluste ein. Faktisch realisiert man Risiken. Daher gilt es abzuwägen, ob man dieses sichere Risiko nicht zumindest teilweise durch „risikobehaftete“ Vermögensanlagen ersetzt, die auf längere Sicht höhere Ertragschancen bieten. Zu solchen Papieren zählen beispielsweise Aktien- oder Mischfonds.

Grundsätzlich gilt es sich zukünftig breiter aufzustellen, um die gewünschte Stabilität, aber auch die angepeilten Renditeaussichten einer jeden Vermögensanlage optimal zu kombinieren.

Viele fragen sich jedoch, wann ist der richtige Zeitpunkt, um in Anlageklassen wie bspw. Aktien oder Rohstoffe einzusteigen? Um auch bei schwankenden Kursen kein unnötiges Risiko einzugehen, profitieren Sie davon, wenn Sie regelmäßig gleiche Beträge investieren, aber die Fondsanteile je nach Lage an den Börsen zu unterschiedlichen Kursen kaufen. Dies wirkt sich hierbei positiv aus, da Sie durch die unterschiedlichen Einstiegszeitpunkte bei niedrigen Kursen mehr, bei höheren Kursen weniger Fondsanteile kaufen. Der richtige Einstiegszeitpunkt relativiert sich hierdurch ein Stück weit.

Man nennt dies den Durchschnittskosten- oder „Cost-Average-Effekt“. Dieser funktioniert selbstverständlich sowohl, wenn Sie eine geplante Einmalanlage oder Fälligkeit zukünftig über mehrere Monate aufsplitten, als auch beim „normalen Sparen“, wenn Sie monatlich einen kleinen Betrag in die gewünschte Anlageform und -klasse investieren.

Eine gezielte Streuung von Geldern in solche Vermögensklassen führt dazu, bedarfsorientiert, individuell und flexibel sowohl auf die sich verändernden Marktsituationen, als auch auf die persönlichen Ansprüche jedes einzelnen Kunden einzugehen.

Daher heißt es, die Risikobereitschaft und den Anlagehorizont eines jeden Kunden in einer Genossenschaftlichen Beratung auf den Prüfstand zu stellen und mit Hilfe einer bedarfsgerechten Analyse die passenden Anlagemöglichkeiten für jeden Einzelnen persönlich und transparent zu ermitteln.

Vereinbaren Sie einfach einen Termin bei Ihrer VR Genossenschaftsbank Fulda eG und lassen Sie sich beraten.

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