Gutes Ergebnis auch in schwierigen Zeiten

Fulda, 07.06.2016

VR Genossenschaftsbank Fulda - Geschäftsjahr 2015

Die VR Genossenschaftsbank Fulda eG führte Ihre ordentliche Vertreterversammlung am Dienstag, 07.
Juni 2016 im Gemeindezentrum Künzell durch. Der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Schüler leitete die
Versammlung.

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen – sowohl ökonomisch als auch regulatorisch – hat die VR Genossenschaftsbank die wesentlichen Positionen ihrer Bilanz deutlich gestärkt und gute Ergebnisse erzielt.

“Mit der Entwicklung unserer Bank im Jahr 2015 sind wir zufrieden, auch wenn die Rahmenbedingungen immer schwieriger werden“, so Manfred Gerhard, Vorstandssprecher der VR Genossenschaftsbank Fulda eG. Die Bilanzsumme wuchs um 58 Mio. EUR auf rund 1,2 Mrd. Träger des Wachstums waren das Einlagengeschäft und hier besonders die täglich fälligen Einlagen. Angesichts rückläufiger Zinsüberschüsse war es zur Erhaltung einer angemessenen Ertragslage unerlässlich, die Produktivität der betrieblichen Leistungserstellung, unter anderem durch die Standardisierung von Prozessen und die Nutzung vorhandener Kostensenkungspotenziale, zu verbessern. „Die Zinsproblematik stellt auch die VR Genossenschaftsbank – wie den gesamten Finanzsektor – vor erhebliche Herausforderungen. Eine Situation, in der die Schuldner durch Schulden Geld verdienen ist absurd. Das ist Betriebswirtschaft rückwärts“, erklärte Manfred Gerhard. Zum weitaus größeren Problem sei jedoch die Niedrigzinsphase mit Null- und nunmehr auch mit negativen Zinsen für die Kreditwirtschaft geworden. Dies kratzte massiv an dem Geschäftsmodell fast aller Bankengruppen, insbesondere aber an dem der regionalen Banken, wie den Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

Vorstand Hubert Röbig ergänzt: „Durch die Nullzinspolitik wird die Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise auf dem Rücken der Sparer und zulasten der Altersvorsorge der Bürger ausgetragen.“ Die VR Genossenschaftsbank Fulda eG ist ein wichtiger Finanzierer in der Region. Die Kundenforderungen haben sich durch eine lebhafte Nachfrage nach gewerblichen Investitionskrediten um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Steigerung lag noch über den Erwartungen der Bank für das Geschäftsjahr 2015. Auch das private Wohnbaugeschäft hat merklich von dem niedrigen Zinsniveau profitiert. Die ausgegebenen öffentlichen Fördermittelkredite konnten erneut gesteigert werden. „Wir haben uns auch in 2016 vorgenommen im Kreditgeschäft mit unserer mittelständischen Kundschaft, aber auch den Privatkunden in der Region um insgesamt 4,50 % zu wachsen“, unterstreicht Hubert Röbig die aktuelle Entwicklung. Mit ihrem Filialnetz sei die Bank eine in der Region verwurzelte und verlässliche Größe für Privatkunden und mittelständische Firmenkunden. Ziel sei es, diese Position als selbstständige und eigenbestimmte Bank dauerhaft zu sichern und das Vertrauen der Kunden zu bestätigen. Die Marktstellung wolle man durch die Aufrechterhaltung einer hohen Beratungsqualität mit Hilfe der gut ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeiter weiter sichern, so Tenor des Gesamtvorstands der VR Genossenschaftsbank Fulda eG.

Vorstand Thomas Sälzer verlas den beanstandungsfreien Prüfungsbericht. Aufsichtsrat und Vorstand
wurde einstimmig durch die Vertreter Entlastung erteilt. In den Aufsichtsrat wieder gewählt wurden:
Manfred Schüler, Thomas Schreiner, Helmut Baier, Stefan Burkard und Willi Krah.

Die Vertreterversammlung stimmte einer Satzungsänderung zu, die es der Bank ermöglicht, in neue
Geschäftsfelder zu investieren, um auch in der Zukunft ihre Ertragslage zu festigen.

Infokasten – Zahlen 2015: VR Genossenschaftsbank Fulda eG

Bilanzsumme:
1.198 Mio. EUR
Kundeneinlagen:
901 Mio. EUR
Kundenkredite:
732 Mio. EUR
Steuerzahlung an Fiskus:
davon GewSt:
3,34 Mio. EUR
1,48 Mio. EUR
Gehaltszahlungen:
11,93 Mio. EUR
Spenden:
118.000 EUR
Investitionen und Instandhaltungen:
1,36 Mio. EUR
Mitglieder:
16.131
Stand 31.12.2015

Presse - Kontakt