Weichen für die Zukunft gestellt – Fusion mit der VR Bank Schlüchtern-Birstein eG

VR Genossenschaftsbank Fulda - Geschäftsjahr 2017

Fulda, 20.06.2018

Die VR Genossenschaftsbank Fulda eG führte Ihre ordentliche Vertreterversammlung am Dienstag, 19. Juni 2018 im Gemeindezentrum Künzell durch. Der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Schüler leitete die Versammlung.

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen – sowohl ökonomisch als auch regulatorisch – hat die VR Genossenschaftsbank die wesentlichen Positionen ihrer Bilanz deutlich gestärkt und ein gutes Ergebnis erzielt. “Mit der Entwicklung unserer Bank im Jahr 2017 sind wir sehr zufrieden, auch wenn die Rahmenbedingungen immer schwieriger werden“, so Manfred Gerhard, Vorstandssprecher der VR Genossenschaftsbank Fulda eG. Die Bilanzsumme wuchs um 36,7 Mio. EUR auf 1,3 Mrd . Träger des Wachstums waren die Kreditnachfrage sowie der ungebremste Zufluss bei den täglich fälligen Einlagen.

Angesichts rückläufiger Zinsüberschüsse war es zur Erhaltung einer angemessenen Ertragslage unerlässlich, die Produktivität der betrieblichen Leistungserstellung, unter anderem durch die Standardisierung von Bearbeitungsprozessen und die Nutzung vorhandener Kostensenkungspotenziale, zu verbessern. Die Niedrigzinsphase mit Null- und nunmehr auch mit negativen Zinsen ist für die Kreditwirtschaft zu einer besonderen Herausforderung geworden. Dies kratzt massiv an dem Geschäftsmodell fast aller Bankengruppen, insbesondere aber an dem der regionalen Banken, wie den Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Vorstand Thomas Sälzer ergänzt: „Durch die Nullzins- bzw. Minuszinspolitik wird die Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise auf dem Rücken der Sparer und zulasten der Altersvorsorge der Bürger ausgetragen.“

Die VR Genossenschaftsbank Fulda eG ist ein wichtiger Finanzierer in der Region. Die Kundenforderungen haben sich durch eine lebhafte Nachfrage nach gewerblichen Investitionskrediten und privaten Wohnbaufinanzierungen um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Steigerung lag im Rahmen der Erwartungen der Bank für das Geschäftsjahr 2017.

„Wir haben uns auch in 2018 vorgenommen, im Kreditgeschäft mit unseren mittelständischen und privaten Kunden in der Region um insgesamt 5 % zu wachsen“, unterstreicht Thomas Sälzer die aktuelle Entwicklung. Mit ihrem Filialnetz sei die Bank eine in der Region verwurzelte und verlässliche Größe für Privatkunden und mittelständische Firmenkunden. Ziel sei es, diese Position als selbstständige und eigenbestimmte Bank dauerhaft zu sichern und das Vertrauen der Kunden zu bestätigen. Die Marktstellung wolle man durch die Aufrechterhaltung einer hohen Beratungsqualität mit Hilfe der gut ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeiter weiter sichern, so das Fazit des Gesamtvorstands der VR Genossenschaftsbank Fulda eG.

Aufsichtsrat und Vorstand wurde einstimmig durch die Vertreter Entlastung erteilt. In den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden: Dörthe Bachmann, Regina Blum, Dr. Albert Post sowie Christian Oestreich.

Ein zentrales Thema war die bevorstehende Verschmelzung der VR Genossenschaftsbank Fulda eG mit der VR Bank Schlüchtern-Birstein eG. Zuvor hatten die Vorstände Gerhard und Sälzer für die Verschmelzung der beiden Institute geworben. „Die Fusion ist die richtige Weichenstellung mit dem richtigen Partner zum richtigen Zeitpunkt. Wir müssen nicht fusionieren, sondern wir wollen fusionieren“, so Manfred Gerhard.

Die Vertreterinnen und Vertreter stimmten mit einer Mehrheit von 100 Prozent für die Verschmelzung. Diese solle rückwirkend zum 01.01.2018 erfolgen. Alle 19 Geschäftsstellen blieben der neuen Bank erhalten. Sie firmiere dann als VR Bank Fulda eG und habe den Sitz in Fulda, so Thomas Sälzer.

Dem neuen Vorstand gehören dann Manfred Gerhard, Sprecher des Vorstands, Thomas Sälzer und Frank Mackenroth an. Die VR Bank Fulda eG hat rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 26.000 Mitglieder mit einer Bilanzsumme von 1,8 Milliarden Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat
von links: Manfred Gerhard, Werner Hölzer, Dr. Dietmar Schultheis, Frank Mackenroth, Manfred Schüler, Thomas Sälzer
Abstimmung
100 Prozent Abstimmung über die Verschmelzung

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